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German Schools and Universities Don't Teach Black History

Every February, millions of Americans and Canadians celebrate Black History Month, sometimes referred to as African-American History Month or African Heritage Month. While the month-long series of events discusses oppression and prejudices against people of color, the main aim is to recognize the rich history and culture and significant contributions to society made by people with African heritage.
Germany has a long black history, but only few people know about it and it is not taught in school. In order to shed more light on the history and contributions of black people in Germany, the Atlantic Review has teamed up with
Jewels in the Jungle blogger Bill, an African-American who has been living in Germany for years, as well as two Afro-German friends of his: Patrick and Patricia.
While the Atlantic Review published only
two posts as part of a Black History Month, Bill has written many more posts, which can all be found in chronological order (with the latest post on top) at Jewels in the Jungle: Black History Month.

Patrick is a highschool history teacher and has written for us an essay about what he has (not) learned about black history in school and at university. You can read Bill's English translation of this essay at Jewels in the Jungle:  Black History in Germany & Europe: An African-German educator speaks out.
And the Atlantic Review presents the original German version further down in this post:


Schwarze Geschichte?

 
Was ich im Geschichtsunterricht und im Geschichtsstudium über die Geschichte Schwarzer Deutscher bzw. Schwarzer Europäer gelernt habe!

 

Wie bereits angekündigt, schreibe ich, Patrick, einen Beitrag zur Schwarzen Geschichte in Deutschland und Europa. Wie ebenfalls angekündigt, bin ich Historiker (genauer gesagt Geschichtslehrer) und selbst Afro-Deutscher. Dreizehn Jahre lang habe ich in den verschiedenen Abteilungen des bremischen Schulwesens Unterweisung in historischen Sachverhalten erfahren. Fünf Jahre lang habe ich Geschichte an der Universität Bremen studiert. Das macht also insgesamt 18 Jahre. Achtzehn Jahre lernen von Geschichte - wow, das ist doch eine ganze Menge! Da muss doch einiges zusammengekommen sein!

Ist es auch. Was also, lieber Patrick, so frage ich mich nun selbst, hast du in jenen 18 Jahren über die Geschichte von Schwarzen* in Deutschland bzw. Schwarzer Deutscher gelernt? Nichts. Wie, nichts? Das kann doch gar nicht sein! Es leben doch mehrere hunderttausend Schwarze in Deutschland und viele davon sind sogar Schwarze Deutsche!! Sind die erst seit wenigen Jahren da, oder was? Kann doch gar nicht sein, weil du selbst ja schon 30 Jahre alt bist!

Das einzige, was ich über Schwarze in Deutschland gelernt habe ist, dass nach dem 1. Weltkrieg schwarze Soldaten aus den französischen Kolonien (vorwiegend Senegalesen) als Besatzungstruppen im Rheinland stationiert waren und nach dem 2. Weltkrieg schwarze G.I.'s in der BRD. Angehörige beider Gruppen gingen mit ortsansässigen Frauen Verbindungen ein und hatten auch Kinder hier.

Dass die deutschen bzw. europäischen Juden im Nationalsozialismus Verfolgung und Vernichtung zu erdulden hatten, ist im Geschichtsunterricht vielfach behandelt worden. Ebenso die Tatsache, dass neben den Juden als größter Opfergruppe auch Sinti und Roma, Behinderte, Homosexuelle, Kommunisten, Demokraten und bekennende Christen das gleiche grausame Schicksal teilten. Nicht jedoch ist das Schicksal der so genannten "Rheinlandbastarde", also der Nachfahren der schwarzen französischen Kolonialsoldaten, behandelt worden. Nicht nur soziale Ausgrenzung und Diffamierung wurde ihnen zu Teil, nein, sie wurden u.a. auch Opfer von Zwangssterilisation. Der berühmte Afro-Deutsche Hans-Jürgen Massaquoi (*19.01.1926 in Hamburg, "Neger, Neger, Schornsteinfeger!") hat den Nationalsozialismus doch nur deshalb überlebt, weil seine Mutter ihn versteckt hat.

Kein Wort von diesen Dingen im Geschichtsunterricht, kein Wort davon auf den alljährlichen Gedenkveranstaltungen mit ihren unvermeidlichen "betroffenen" Reden. Würde man eine Umfrage auf deutschen Straßen starten und fragen welche Bevölkerungsgruppen im Nationalsozialismus verfolgt wurden, könnten viele Leute zumindest einige der betroffenen Gruppen nennen. Aber die Schwarzen Deutschen? Die würden wohl den Wenigsten einfallen. Wie auch, denn es ist ja kein Thema!

Die Deutsche Geschichtswissenschaft (die ja für die Aufarbeitung dieser Wissenslücken in der Bevölkerung zuständig wäre) kennt eine Menge Unterdisziplinen, so z.B. Politikgeschichte, Kulturgeschichte, Frauengeschichte, Geschlechtergeschichte, Militärgeschichte, Medizingeschichte, Technikgeschichte, Wissenschaftsgeschichte Sozialgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Alltagsgeschichte, Mentalitätsgeschichte u.a.m. - "Schwarze Geschichte"Afro-Deutsche Geschichte" als Unterdisziplin der Geschichtswissenschaft kennt sie nicht. bzw. "

Schwarzer Geschichte kann es aber nicht in erster Linie um die Opferrolle der Schwarzen in der Geschichte gehen. Sicher, schwarze Europäer waren und sind als Minderheit in Europa Opfer von Ausgrenzung und Verfolgung und dies soll auch wissenschaftlich aufgearbeitet werden. Aber das ist doch nicht alles! Was ist mit den Kulturleistungen von Afro-Europäern bzw. Afro-Deutschen? Was mit ihren Beiträgen zu unserer gemeinsamen europäischen Kultur? Wie war bzw. ist ihr Alltag? Haben sie eine eigene, ihnen gemeinsame Identität und Mentalität oder sind sie in puncto Mentalität und Identität der europäischen Mehrheitsbevölkerung gleich? Sind sie vielleicht einfach typische Vertreter europäischer bzw. deutscher Kultur oder sind sie vielmehr ein zunehmend wichtiger Bestandteil einer europäischen Gesamtkultur? Gab es Schwarze in Europa bzw. Deutschland vor dem 1. Weltkrieg und falls ja, wie sind sie hierher gekommen und wie haben sie gelebt? Diese und viele andere Fragen muss sich Schwarze Geschichte vorrangig stellen.

Der Afro-Deutsche Anton Wilhelm Amo (1703-1759), der Jurist und Philosoph war und später sogar Professor an der Universität Halle wurde (ein afro-deutscher Professor im 18. Jahrhundert!), war mir bis vor wenigen Wochen gar nicht bekannt. Amo, eine der wichtigsten afro-deutschen Persönlichkeiten - und ich kannte ihn nicht! Aber mir hatte ja auch keiner etwas über Amo erzählt und allein durch Zufall bin ich eben nicht auf ihn gestoßen. Warum wird über Amo, der ja als deutscher Professor zu den großen deutschen Gelehrten zu zählen ist, nicht im Geschichtsunterricht, nicht im Geschichtsstudium, nicht im Philosophiestudium und nicht im Jurastudium berichtet? Warum wird über diese Persönlichkeit, die doch einen Beitrag zum deutschen Geistesleben und zur deutschen Kultur geleistet hat, nicht öffentlich gesprochen? Warum macht der "unvermeidliche" TV-Historiker Guido Knopp nicht eine Sendung für das ZDF über Anton Wilhelm Amo? Wo ist die Historiker-Kommission, die das Leben von Amo genau untersucht und unsere Wissenslücken über diese wichtigen Afro-Deutschen schließt? Warum halten Bundespräsident Horst Köhler oder Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht eine Rede über Amo, um genau diese Dinge anzustoßen?

Nach meiner Auffassung muss sich Schwarze Geschichte in einen gesamteuropäischen Kontext stellen. Die in diesem Zusammenhang vordringliche Frage lautet: Seit wann leben afrikanisch-stämmige Menschen in Europa, d.h. seit wann gibt es Afro-Europäer?

Die meisten Leute würden wahrscheinlich spontan antworten, dass es Afro-Europäer erst im Anschluss an den 1. Weltkrieg gab - aber wir hatten ja schon festgestellt, dass Anton Wilhelm Amo bereits im 18. Jahrhundert in Deutschland lebte. Wem aber ist bewusst, dass Alessandro de' Medici (* 22. Juli 1510; ? 6. Januar 1537) Afro-Europäer war? Alessandro de' Medici, genannt il Moro ("der Maure"), war von 1530 bis 1537 Stadtherr von Florenz und damit Herrscher einer der kulturell und politisch wichtigsten Städte im mittelalterlichen bzw. frühneuzeitlichen Europa. Offenbar war seine Hautfarbe kein Hinderungsgrund - und das ist nicht nur interessant, sondern für viele Zeitgenossen sicherlich auch verwunderlich. Was war denn mit dem Rassismus? Hat es die Florentiner, gerade die einflussreichen Florentiner nicht gestört, dass ein Schwarzer die Stadt beherrschte?

Aber mit dem Rassismus ist das so eine Sache, denn den gibt es bei weitem nicht so lange, wie man meinen könnte. Rassismus im engeren Sinne gibt es überhaupt erst seit dem Beginn der Neuzeit. Er ist in engem Zusammenhang mit der "Legitimation" des Frühkolonialismus und der neuzeitlichen Sklaverei (ab dem frühen 16. Jahrhundert) zu sehen. Ebenso wie die Verachtung der mittelalterlichen Kreuzfahrer für die muslimischen Araber, ist die Verachtung der "Wilden" im Frühkolonialismus eher eine Form des "kulturellen Rassismus", d.h. es wird primär die vermeintlich primitive Kultur verachtet und eben nicht in erster Linie auf biologische Unterschiede abgehoben.

Einen systematischen "biologischen Rassismus" gibt es erst seit dem 19. Jahrhundert. Dieser ist im Zusammenhang mit der Epoche zu sehen, die wir meinen, wenn wir "Kolonialismus" sagen - also die nahezu weltumspannende Beherrschung und Ausbeutung durch europäische Staaten und Kulturen im 19. Jahrhundert. Der zweifelhaften Ruhm, als Begründer des modernen, also des systematischen biologischen Rassismus zu gelten fällt Arthur de Gobineau (* 14. Juli 1816, ? 13. Oktober 1882; "Essay über die Ungleichheit der Menschenrassen", 1853-1855) zu.

Wenn man sich also fragt in welcher Epoche ein reger Austausch zwischen Afrika und Europa begann, wird man nicht zuerst an die (Früh-) Neuzeit zu denken haben. Mit der Antike hingegen ist man wesentlich besser beraten.

In der Antike fand nicht nur ein personeller und kultureller Austausch zwischen Afrika und Europa statt. Nein, vielmehr waren Teile Afrikas ein Teil Europas - und zwar kulturell und staatlich. Das Römische Reich (der erste gesamteuropäische Staat) hatte mehrere afrikanische Provinzen: Aegyptus (heutiges Ägypten und Teile des nördlichen Sudans), Cyrenaica (in etwa das heutige Libyen), Africa (in etwa das heutige Tunesien und Teile des heutigen Algeriens) und Mauretania (in etwas das heutige Marroko und Teile des heutigen Algeriens). Es gab also schwarze Römer !, Afrikaner, die römische Bürger waren und sich als solche als Geschäftsleute, als Beamte und als Soldaten auch im gesamten Imperium bewegten.

Im Militär des Imperiums waren schwarze Soldaten eine feste Größe. Die Legio III Cyrenaica wurde um 36 v. Chr. von Marcus Antonius aufgestellt, als er Statthalter in der Provinz Cyrenaica war und auch die vom römischen Kaiser Septimius Severus aufgestellte Legio II Parthica bestand u.a. nachweislich aus afrikanischen Soldaten. Eben jene II. Legion wurde auch in Britannien zur Bekämpfung einheimischer Stämme eingesetzt. Das muss man sich mal vorstellen: Schwarze Römer, die weiße "Wilde" (Skoten und Pikten ) jagen!

Aber es kommt noch besser: Eben jener Kaiser Septimius Severus (193-211), der diese Legion ausgehoben hat und die militärischen Operationen in Britannien geleitet hat, war selbst ein Schwarzer (aus Leptis Magna in der Provinz Africa). Ein schwarzer Kaiser! Herrscher eines der größten und mächtigsten Reiche, das die Welt je gesehen hat - und heutzutage fragt man sich, wann es endlich mal einen schwarzen Präsidenten der Vereinigten Staaten gibt, da waren wir also schon mal weiter. Die severische Dynastie umfasste noch weitere Kaiser, die direkt von Septimius Severus abstammten, nämlich Caracalla (211-217) und Geta (211), Elagabal (218-222) und Severus Alexander (222-235).

Auch die christliche Kirche des Römischen Reiches hatte viele Afrikaner in ihren Reihen. Unter ihnen finden wir einige der bekanntesten Namen des frühen Christentums, darunter die drei Kirchenväter Tertullian, St. CyprianSt. Augustinus von Hippo, die alle drei aus der Provinz Africa stammten. Es gab auch schwarze Päpste, darunter der dritte afrikanische Papst Gelasius I. (Papst von ca. 492 bis ca. 496), der die für das Verhältnis von Papsttum und Kaisertum wichtige Zweischwertertheorie formulierte. und

Mit diesem kurzen Überblick versuche ich klar zu machen, dass Schwarze Geschichte ein weites, interessantes und für Deutschland und Europa wichtiges Forschungsfeld ist, das es verdient, eine eigenständige und geachtete Disziplin der Geschichtswissenschaft zu werden. Die Geschichte der Afro-Europäer reicht mindestens zweitausend Jahre zurück. Wenn Afro-Europäer heute selbstbewusst ihre Ziele als Individuen und als Bevölkerungsgruppe verfolgen, dann ist das nichts spektakuläres, dann ist das nichts Neues. Nein, es ist, historisch betrachtet, die Rückkehr zur Normalität.


*
Bem.: Mit den Begriffen "schwarz", "Schwarzer", "afrikanisch" und "Afrikaner" bezeichne ich die farbigen (d.h. eindeutig "nicht-weißen") Einwohner Schwarz- u. Nordafrikas.

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Zyme on :

Meine Güte - man muss doch nicht ewig in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts herumkramen. Manchmal frage ich mich schon, ob die Beteiligten nichts Besseres zu tun haben. Black History Month? Irgendwann werden wir herausfinden, dass homo sapiens dem Neandertaler den Lebensraum gestohlen hat, und dadurch eine ganze Art - seinen nächsten Verwandten! - zum Aussterben gebracht hat. Sollen wir dann auch jedes Jahr einen Neandertaler-Gedenk-Monat abhalten? So mit Fellverleih und Faschingsumzug? Ich meine wie lächerlich ist das denn. Interessant sind in diesem Zusammenhang dagegen die Ausführungen zur Geschichte der Schwarzen in Europa von der Antike bis zu Moderne. Gerade das römische Modell verdeutlicht, dass man auch einen flexiblen Bürgerbegriff praktikabel mit dem inneren Zusammenhalt einer Gesellschaft verbinden kann, wenn nur vom Neubürger eine bedingungslose Eingliederung in die gesellschaftlichen Erwartungen erfolgt.

Bill on :

Jörg thanks for publishing this piece at the Atlantic Review, especially in light of the recent events re: the attempted lynching of eight Indian nationals over in Sachsen. I'll have to alert Patrick so that he may defend his essay "auf Deutsch". Zyme, what does this attempt to help enlighten readers at Atlantic Review about the history of black people in Germany and Europe have to do with Neanderthals vs. Homo Sapiens? The only Neanderthals that you need to be talking about are those racist dogs who attacked those Indian immigrants over in Mügeln and the 100 or so members of the lynch mob who stood by and jeered and threw beer bottles, concrete, and other projectiles at the injured and the police who were trying to hold the mob back. The only thing missing in this scenario was a hanging rope and a good old Deutsche Eiche (German Oak). Spiegel International Mob Rule in East(ern) Germany...immmer wieder http://www.spiegel.de/international/germany/0,1518,500879,00.html After Attack on Indians Germany Fears for Its Reputation http://www.spiegel.de/international/germany/0,1518,501352,00.html Perhaps if your East German cousins had a proper German upbringing and a better education at school these type of incidents wouldn't occur so often in your country. Jörg summed it up properly with these words: "While the month-long series of events discusses oppression and prejudices against people of color, the main aim is to recognize the rich history and culture and significant contributions to society made by people with African heritage." That statement goes for people from India who have lived and worked in Germany for generations. You ever heard of the biography "Two Lives" by the Indian author Vikram Seth? You need to read it and then send it over to your cousins in Mügeln... if they can read.

Zyme on :

Jetzt halt mal schön die Füße still. Zunächst habe ich keine Vettern oder Cousinen im Osten. Ferner ist zu betonen, wie es nach ersten Aussagen von Augenzeugen zu dem Tumult in Mügeln kam. So entstand dieser möglicherweise aufgrund eines aufdringlichen Verhaltens einzelner Inder gegenüber einem deutschen Mädchen auf dem Altstadtfest. Dagegen sei zunächst nur ihr Freund vorgegangen. Die anschließende Rangelei habe sich immer weiter hochgeschaukelt und schließlich seien dann nationalistische Kräfte hinzugeströmt, womit die Raserei eingesetzt hat. Nun meine Gegenfrage: Was hätten deiner Meinung nach acht Deutsche Urlauber auf einem traditionellen Volksfest eines indischen Provinznests zu erwarten, wenn sie sich mit den Einheimischen anlegen? Eine angeregte interkulturelle Diskussion vielleicht?

David on :

"aufdringlichen Verhaltens einzelner Inder gegenüber einem deutschen Mädchen" Zyme - vielleicht war es sogar ein getarnter Jude.

Zyme on :

*lol* der war gut :)

JFK on :

I just wanted to correct you. Racist hate crimes do not occur more often in Germany than in other countries. Besides that what happened in Muegeln was terrible and there is no excuse for it. But what`s true is that the Indians are not innocent friendly foreigners as it seemed. The police investigates against the Indians for physical injury. For all the police knows, around 1:00 am at the village festival the drunk Indians (probably everyone at the festival was drunk) somehow started a quarrel with one local dude and his girlfrind. They met outside the function tent and the situation got more heated. One Indian than hit an noninvolved man with a broken beer bottle at his neck. The bottle almost cut his throat to the trachea. The man was heavily injured and lost 1.5 liters of blood. That was when the police got called and was informed about a heavily injured man. Than the drunk east-german mob started its terrible hunt. They threw bottles on the Indians and beat them up until they escaped into a Pizza-place. I do not want to justify any of these actions, and it is obvious that a mob who is screaming "foreigners out" is consisted of simple minded people, who are likely to be racists. It is a shame to have such uneducated fools in Germany. Actually it is much more of an East-German problem, cause the Communist-East-German-Republic never faced there Nazi-history the way the west did. It`s true that East Germany has much more Nazis, especially in rural parts with an high unemployment rate. But the way the german media and the public react to such terrible crimes shows that Germany is not a racist country.

Pat on :

1. Wir werden so lange in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ‚herumkramen’, wie wir es für interessant und/oder wichtig halten! Du, mit Deiner ignoranten und politisch offensichtlich sehr – sagen wir mal – ‚zweifelhaften’ Einstellung, bist sicherlich der Letzte den wir um Erlaubnis fragen! Ob wir als 'Beteiligte' etwas Besseres zu tun haben oder nicht, können wir sehr gut selbst beurteilen. Also, zerbrich Dir bitte nicht unseren Kopf! 2. Es gibt tatsächlich begründete wissenschaftliche Theorien, dass der Cro-Magon-Mensch wesentlich zum Aussterben des Neandertalers beigetragen hat – durch Verdrängung in unwirtlichere Lebensräume und durch regelrechte Ausrottungskriege, eventuell auch durch Vermischung. Der höhnische Vergleich mit unserem Thema ist das Lächerlichste, was ich in letzter Zeit vernehmen musste. Das Aussterben des Neandertalers liegt 20-30.000 Jahre zurück. Es ist bedauerlich, wenn Menschen wie Du, ein Problem damit haben, dass Menschen wie wir sehr wohl die Erwartung an die Menschheit haben, dass sie sich in so einem Zeitraum weiterentwickelt. Der Nationalsozialismus liegt gerade mal gut 60 Jahre zurück, Rassentrennung und Unterdrückung von Schwarzen in Amerika gerade mal 50 Jahre. Rassismus und Aggression gegen Schwarze Menschen sind auch heute noch in Deutschland und Europa (und auch in den USA) allgegenwärtig. Ich bin 1976 in diesem Land geboren und Zeit meines Lebens war bzw. bin ich mit Rassismus konfrontiert. Ich fand es keinesfalls lächerlich, dass ich als Kind geschlagen, getreten und beleidigt wurde (besonders häufig übrigens von türkisch-stämmigen Jugendlichen und von deutschen Omis), und dass meine Mutter bespuckt und als Nutte beschimpft wurde, nur weil sie ein schwarzes Kind hatte… Deswegen finde ich unser Thema und den Black-History-Month alles andere als ‚lächerlich’. 3. Auf Grund Deiner offenkundigen politischen Grundhaltung, verwundert es mich keinesfalls, dass Du die Version vom Grund für den Ausbruch der Gewalt in Mügeln erzählst, die Dir sicherlich in den Kram passt, die jedoch von den meisten Aussagen von Augenzeugen nicht gestützt wird (Erste Verfahren nach Hetzjagd - aber Mügeln mauert http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,501490,00.html). 4. Deinen Verweis auf ein ‚traditionelles indisches Volksfest in einem Provinznest’ hättest Du Dir getrost sparen können: Rassismus und Feindseligkeit gegen tatsächliche und vermeintliche Fremde sind unvernünftig und verwerflich, ganz gleich wo sie auf der Welt auftreten. Dass sie unzweifelhaft überall auf der Welt auftreten, macht es keinen Deut weniger schlimm, wenn sie in unserem Land (nicht das ich den Osten als Teil meiner Heimat begreifen würde, aber leider gehört er nun mal zur Bundesrepublik dazu) auftreten. 5. Ach, Du hast keine Vettern oder Cousinen im Osten? Lass Dich doch davon nicht abhalten! Bitte geh dahin. Dort leben sehr viele Menschen mit denen Du dich fabelhaft verstehen wirst und mit denen Du viele tolle Volksfeste feiern kannst! Das wird bestimmt ein Spaß. So, und jetzt halt mal schön die Füße still.

Zyme on :

Uiuiui, hier wird aber jemand pampig. Den Osten in unserem Lande halte ich tatsächlich für einen Teil unserer Heimat - auch wenn das Leuten wie Dir offenbar nicht passt. Individuelle Lebensgeschichten mögen tragisch und bedauerlich sein - bringen uns jedoch bei gesamtgesellschaftlichen Initiativen nicht weiter. Davon abgesehen muss Dir doch deutlich sein, dass Du Deinem Anliegen mit solchen Initiativen auch keinen echten Gefallen tust. Gegenwärtig steht man der Geschichte von Schwarzen hier im allgemeinen wohlwollend desinteressiert gegenüber. Sobald man aber anfängt ihre Opfer unterm Nationalsozialismus lang und breit zu thematisieren und am besten noch einen Gedenkmonat einzuführen, schlagen die Menschen doch die Hände überm Kopf zusammen und denken sich "nicht die auch noch". Das könnte auch der Grund dafür sein, warum sich die Medien diesem Thema nicht weiter widmen. Das Publikum hat einfach genug davon. Irgendwann muss eben mal Ruhe sein mit den alten Geschichten. Wenn Dir eins vom gesellschaftlichen Klima der letzten Jahre aufgefallen ist, dann doch dass die Leute nach vorn blicken wollen und die Geschichte des Landes nicht mehr länger nur in diesem negativen Ton sehen wollen. Da kommt eine weitere Opfergruppe nicht gerade zum rechten Zeitpunkt. Man hätte sich das vielleicht vor 10-20 Jahren überlegen sollen. Heute ist der Zug der Akzeptanz einfach abgefahren. "Wir werden so lange in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ‚herumkramen’, wie wir es für interessant und/oder wichtig halten!" Ja daran habe ich keinen Zweifel. Ob das dann in der Gesellschaft noch jemanden interessiert, steht auf einem anderen Blatt. Und wenn meine Haltung dazu eine "zweifelhafte" ist, dann sind aber sehr viele in meiner Generation sehr zweifelhaft. Wo das wohl herkommen mag? Bestimmt ist da was im Wasser! "Es ist bedauerlich, wenn Menschen wie Du, ein Problem damit haben, dass Menschen wie wir sehr wohl die Erwartung an die Menschheit haben, dass sie sich in so einem Zeitraum weiterentwickelt." Na, das ist aber ganz schön überheblich. Es gibt offensichtlich sehr unterschiedliche Vorstellungen vom Weiterentwickeln der Menschheit. Eine Bewertung dazu maße ich mir nicht an - während du damit offenbar kein Problem hast. "Deinen Verweis auf ein ‚traditionelles indisches Volksfest in einem Provinznest’ hättest Du Dir getrost sparen können" Oh keineswegs - er rückt das Ereignis in eine größere Perspektive. Man muss nicht immer nur auf den bösen Deutschen einschlagen. Menschen sind auch anderswo so. Ach und noch etwas: Ich wohne in einer Siedlung mit zahlreichen Studenten um mich herum. Und nun rate mal welche Hautfarbe mein Nachbar hat? Sie ist so schwarz wie der Text hier - und ich komme bestens mit ihm aus! Ich muss echt ein Riesenungeheuer sein.

Pat on :

Pampig kann man zu Leuten wie Dir gar nicht werden! Und darüber hinaus spare ich mir die Mühe auf den Unsinn, den Du verbreitest noch weiter einzugehen... Nur eine Sache: Ja, hier haben viele Leute eine 'zweifelhafte' Einstellung. Wundert mich, dass Du überhaupt noch irgendetwas merkst...

Tharus on :

Ich finde die Schlußworte sehr wichtig : "Rückkehr zur Normalität". Es ist eine schlichte und unbestreitbare Tatsache, das Schwarze in der Geschichte Deutschlands bisher nur eine extrem marginale Rolle gespielt haben. Das mag sich in der Zukunft ändern, sicher wird es das auch. Ein Anton Wilhelm Arno jedoch ist letzlich nur irgend ein bedeutungsloser Professor, dessen einzige hervorstechende Eigenschaft seine Hautfarbe war. Muß man ihn deshalb im Geschichtsunterricht behandeln ? Nein, natürlich nicht. Es IST Normalität, das Schwarze in der deutschen Geschichte praktisch nicht vorkommen, denn es entspricht der Realität. Würde man im normalen Geschichtsunterricht näher auf Arno und Co. eingehen, wäre das eher Exotenschau, als Geschichtsverarbeitung. Wenn es das ist, was du unter Normalität verstehst..... Ich finde es eher befremdlich. Genausogut könnte man die Rolle von besonders groß oder besonders klein gewachsenen Menschen thematisieren, die Hautfarbe ist doch nur ein äußeres Merkmal. Septimius Seremus war nicht Kaiser, weil er schwarz war, er war Kaiser, weil er für den Posten geeignet war. DAS ist Normalität. Beachte nicht seine Hautfarbe, beachte seine Rolle in der Geschichte, seine Leistungen und seine Fehler. Bitte verstehe mich nicht falsch, ich finde es wichtig und richtig, daß du dich mit der Thematik befaßt. Ich bezweifle nur, daß es notwendig ist, das Thema in der breiten Öffentlichkeit zu priorisieren. Die Thematisierung von Hautfarben ist sicher kein Schritt in Richtung Normalität.

Pat on :

Hallo Tharus! Die moderne Geschichtswissenschaft und die moderne Kulturwissenschaft kennen viele so genannte 'Zugriffe'. Dies sind u.a. auch Herangehensweisen, die zunächst einmal nichts mit den objektiven Leistungen und/oder Fehlleistungen von Einzelpersonen oder Gruppen zu tun haben. Dies ist z.B. bei der Frauengeschichte und bei der Geschlechtergeschichte der Fall. Einen gleichen Ansatz verfolgt die Schwarze Geschichte. Bei diesen Ansätzen wird die untersuchte Gruppe durch ein gemeinsames biologisches Charakteristikum konstituiert. So hat man die Möglichkeit zu bestimmen, ob das jeweilige biologische Charakteristikum zu der gegebenen Zeit und in der untersuchten Gesellschaft eine Rolle gespielt hat hinsichtlich z.B. der sozialen Möglichkeiten der betreffenden Personen usw. Der Hinweis, dass Severus Kaiser war, weil er die Fähigkeiten dafür hatte und eben NICHT, weil er Schwarzer war, ist natürlich richtig. Aber gerade DAS ist DER Punkt – es hat schlicht keine Rolle gespielt, dass er Schwarzer war, ja es war nicht mal von besonderem Interesse. Dieser Befund, den die Geschichtswissenschaft erbringen kann, zeigt uns, dass es Gesellschaften gab, in denen die Hautfarbe keine maßgebliche Rolle für das soziale Fortkommen der handelnden Personen gespielt hat. Deshalb machen Ansätze, wie die Schwarze Geschichte durchaus Sinn, sowohl im wissenschaftlichen, als auch im schulischen Bereich. Aus ihnen kann man lernen, inwiefern sich Gesellschaften unterscheiden in denen biologische Charakteristika über das soziale Schicksal entscheiden oder nicht.

Tharus on :

Zugriffe sind sicherlich sinnvoll, jedoch stellt sich die Frage der Relevanz. Frauengeschichte ist ein sinnvoller Zugriff, Frauen machen 50% der Bevölkerung aus und waren lange Zeit an ihrer Bedeutung gemessen auch in der Geschichtsschreibung benachteiligt. Es macht sicher auch Sinn relevante Minderheiten zu betrachten, in Deutschland fallen mir da z.B. Juden, Hugenotten, Wenden, oder Sorben ein (keine auf Vollständigkeit Anspruch erhebene Liste). Homosexualität fällt mir noch als sinnvoller Ansatz ein, immerhin sind bis 5-10% der Bevölkerung betroffen und Homosexualität war über Jahrhunderte gesellschaftlich geächtet. Dort wo Schwarze einen relevanten Bevölkerungsanteil stellen oder/und stellten, ist natürlich auch schwarze Geschichte ein Muß, so z.B. in den USA. Da Deutschland aber in der Vergangenheit praktisch keinen meßbaren schwarzen Bevölkerungsanteil hatte, ist der Ansatz hier zumindest für die breite Öffentlichkeit wertlos. Es fehlt schlicht und einfach ein relevanter Realitätsbezug. Letztlich ist die Thematik nicht einmal für Afrodeutsche wirklich interessant, denn selbst unter den in Deutschland lebenden Afrodeutschen ist der Anteil, der auf eine längere Familiengeschichte in Deutschland zurückblicken kann, verschwindend gering. Die Thematik ist jedoch speziell auf gesamteuropäischer Ebene mit Sicherheit ein interessantes und ergiebiges Forschungsfeld, dessen Ergebnisse in jedem Fall auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten. Ich halte aus den genannnten Gründen jedoch nichts davon, hier etwas erzwingen zu wollen.

Pat on :

Von 'erzwingen' halte auch ich nichts - aber davon war hier auch nicht die Rede... Schwarze Geschichte ist, was Deutschland betrifft, sicherlich derzeit vornehmlich für Afro-Deutsche und den Rest der schwarzen Bevölkerung in der BRD interessant. Aber: Der Anteil von Schwarzen und Afro-Deutschen nimmt stetig zu und wird es wohl auch in Zukunft tun. Ob Afro-Deutsche (z.Z. ca. 300.000 Personen in Deutschland) eine lange Geschichte IN Deutschland haben, ist dabei völlig irrelevant. Historiker und historisch interessierte Menschen befassen sich mitnichten nur mit Themen zu denen sie einen direkten historischen oder gar familiären Bezug haben. Geschichte ist Wissenschaft und schafft Wissen um des Wissens willen. Welchen Wert dieses Wissen für uns hat, entscheidet sich zum einen auf individueller Ebene und zum anderen im gesellschaftlichen Diskurs - aber dafür muss das Wissen erstmal 'produziert' und vermittelt bzw. angeboten werden... Letztlich wird die Öffentlichkeit selbst entscheiden, wofür sie sich interessiert bzw. welche Themen sie für gewinnbringend hält - und das ist auch gut so. Unabhängig davon macht es für uns Betroffene (und auch für alle Nicht-Betoffenen, die es einfach interessiert) Sinn, das Thema weiter zu verfolgen und für die Öffentlichkeit aufzubereiten, eben damit diese entscheiden kann, ob sie sich damit befassen will oder nicht... Als ich gefordert habe, dass Schwarze Geschichte eine Rolle z.B. auch in der Schule und im Feld der Public History spielen sollte, meinte ich (natürlich!) nicht, dass Schwarze Geschichte 50% des Lehrplans ausmachen sollte - man muss das Ganze schon in der Relation sehen und das tue ich durchaus. Aber es bleibt dabei: Auch die Geschichte einer 'nicht-relevanten' Minderheit ist gewinnbringend für das historische Nachdenken der Gesamtgesellschaft, weil sie etwas über diese Gesellschaft, ihre Vergangenheit und Gegenwart aussagt und neue Optionen für die Gegenwart und Zukunft aufzeigen kann.

Idi Alpin on :

Tsaupreissn afrikanische!

Fuchur on :

Naja, ich weiß nicht recht. In gewissem Sinne wäre das irgendwie auch ein Rückschritt: Ist es denn nicht gerade die "Normalität", die wir anstreben sollten, dass z.B. ein Kaiser Septimus Severus schlicht als "Römer" betrachtet wird - und nicht als "Afro-Römer"? Vor ein paar Monaten habe ich in London in der National Portrait Gallery eine kleine Ausstellung über Menschen, die im 18. Jhdt aus fremden Kulturen nach England kamen (weiß nicht mehr, wie die Ausstellung hieß); also aus China, Indien, Amerika und eben auch Afrika. Das scheint mir eine sinnvollere Einteilung zu sein als die etwas willkürliche Einschränkung auf Schwarze. Denn die Erfahrungen/Probleme etwa eines Chinesen in Europa zu jener Zeit dürften doch denen eines Afrikaners sehr ähnlich gewesen sein. Eine Anmerkung zu Massaquoi: Das Buch ist nicht schlecht, und ich kann nur empfehlen, es auch zu lesen :-). Denn, so überraschend das auch ist: Massaquoi hatte zwar genügend Repressalien und Rassismus zu erleiden, aber er musste sich nicht verstecken. Während des Kriegs machte er "ganz normal" (aufs Gymnasium durfte er als Nicht-Arier nicht) seine Lehre als Maschinenschlosser, und ganz am Schluss wurde er sogar noch zum Volkssturm einberufen...

Pat on :

Lieber Fuchur, Du hast in Deinem post drei Punkte angesprochen, auf die ich Dir gerne antworten möchte. 1. Normalität Wenn ich von 'Normalität' spreche, meine ich z.B. in Bezug auf das alte Rom, dass es keinerlei Rolle spielte, welche Hautfarbe ein römischer Bürger hatte – es zählte nur, dass die betreffende Person Teil der römischen Gesellschaft war. Dies galt auch für schwarze Römer wie Septimius Severus. Dass Severus einfach nur als Römer und eben nicht als Afro-Römer galt, ist mit Nichten als 'Rückschritt' zu begreifen, sondern es ist gerade der 'Fortschritt'. Es ist die Normalität seines Römer-seins bei gleichzeitigem schwarz-sein. Es verdiente eben keine besondere Beachtung und es legte ihm auch keine Steine in den Weg. Wo kommt der Begriff Afro-Deutscher denn her? Er ist eine Anlehnung an die Selbstbezeichnung schwarzer US-Amerikaner. Beide Begrifflichkeiten sind Kunstprodukte, die aus der Notwendigkeit und dem Wunsch geboren sind die bis dato gängige Titulierung 'Neger' zu ersetzen. So wurden Begriffe geschaffen, die ausdrücken sollen, dass sehr wohl kein Widerspruch sein muss, gleichzeitig Schwarzer und Deutscher oder Amerikaner usw. zu sein. Normalität wird in unseren Gesellschaften erst eingekehrt sein, wenn es Begriffe wie 'Afro-Deutscher' nicht mehr braucht und sich unsere Nachfahren beim Blick in die Geschichtsbücher nur darüber wundern werden, dass es einmal Zeiten gab in denen es offensichtlich notwendig war, Begriffe wie 'Afro-Deutscher' zu kreieren und zu gebrauchen, damit das gesellschaftliche Umfeld merkte, dass die betroffenen Personen Deutsche waren, 'obwohl' sie Schwarze waren… 2. Einschränkung auf Schwarze Du bemängelst, dass mein Blick nur auf Schwarze gerichtet ist, obwohl doch alle 'nicht-weißen' Menschen in Deutschland und Europa von den ähnlichen, wenn nicht sogar den gleichen, Phänomenen betroffen sind. Du hast Recht: Alle 'nicht-weißen' Menschen in Deutschland und Europa sind von den gleichen Phänomenen (Verdacht der 'Andersartigkeit', Angst vor 'Überfremdung', Einteilung als z.B. 'Nicht-Deutsche' oder zumindest 'nicht echte Deutsche' und sämtliche anderen Spielarten des Rassismus usw.) betroffen. Du deklarierst meinen Focus auf Schwarze als willkürlich. Und weißt Du was? Es stimmt! Es ist willkürlich. Ich schreibe als Schwarzer über Schwarze Geschichte und über Schwarze Menschen in Deutschland und Europa, weil es mein Wille ist. Aber jeder darf ja bekanntlich schreiben worüber er will… ;-) 3. Massaquoi Da Du das Buch ja auch gelesen hast :-), weißt Du ja genauso gut wie ich, dass M. zwar zum Volkssturm einberufen wurde, aber nicht in ihm gedient hat. Er sah nicht ein, warum er für ein Regime kämpfen sollte, das ihn zuvor nicht in seiner Armee haben wollte – bei der Musterung zum Dienst in der Wehrmacht und bei seinem späteren Versuch sich freiwillig zu melden, in der Hoffnung, dass man ihn endlich in Ruhe lassen würde, wenn er eine deutsche Uniform trüge. Ebenso ist Dir sicher klar (eben, weil Du das Buch ja auch gelesen hast :-)), dass es sehr häufig Situationen gab, die leicht in einer Verhaftung bzw. Deportation hätten enden können (und was dann wohl aus ihm geworden wäre ist denke ich klar). Situationen, die er nur durch Geschick, Glück und die Hilfe seiner Mutter oder anderer wohlmeinender Menschen heil überstanden hat – ich erinnere hier nur z.B. an die Szene in der Tanzschule oder den Moment, als man ihn mit einem abgeschossenen US-Piloten verwechselt hat. Für mich beginnt 'sich verstecken' schon in gewisser Weise, wenn sich eine Person auf Grund von Repressalien oder der Angst vor Verhaftung und Deportation nicht frei bzw. ohne die ständige Angst aufzufallen in der Öffentlichkeit bewegen kann. Ich wollte einfach nur zum Ausdruck bringen, dass M. den Nationalsozialismus wohl nicht überlebt hätte, wenn er nicht ständig aufgepasst hätte und andere Menschen, so wie seine Mutter, sein Tanzlehrer, der Streifenpolizist u.a. ihn nicht beschützt hätten… Aber Du hast schon Recht, der Begriff 'verstecken' wirkt auf Grund der Kürze des Beitrages mehr als missverständlich (wie allein Dein post schon zeigt). Ich ziehe ihn deshalb zurück und möchte ihn durch die Ausführungen ersetzt wissen, die ich hier zu diesem Thema gemacht habe. Vielen Dank für den Hinweis, Fuchur. Patrick

Marco on :

Warum sollte der Staat mein Geld ausgeben, um einen "African History Month" zu feiern. Warum nimmt der Staat mir überhaupt Geld weg? Das gehört doch schließlich mir.

Pat on :

Selten blöd! Sollen wir Leuten wie Ihnen jetzt auch noch die Grundsätze staatlicher Organisation auseinandersetzen??? Oder sollte das etwa eine verkappte Kritik an Staatlichkeit sein? Falls ja, dann bitte nächstes mal richtig! Nein, es ist nicht Ihr Geld. Das können Sie daran erkennen, dass der Staat Ihnen so viel davon wegnehmen kann, wie er will! Ihre Verfügung über die Geldsumme, die Sie Ihr Eigen nennen ist unter einen staatlichen Vorbehalt gestellt. Der Staat beteiligt sich an allen möglichen Gedenk- u. Kulturveranstaltungen... Wir forden eben einen BHM - aber auch das ist unser Recht und unsere Argumente dafü haben wir vorgelegt. Sie teilen unsere Auffassung nicht - sehr schön, das ist ihr gutes Recht!

Marco on :

@Pat //Aber jeder darf ja bekanntlich schreiben worüber er will… ;-)// Sie lügen. Naja, Sie sind ja Lehrer, richtig?

Pat on :

Als Privatperson darf ich, vorausgesetzt ich bewege mich im Rahmen der geltenden Rechtsordnung (falls Sie das meinten, ist dies wirklich geradezu billig!), schreiben was ich will... Mich der Lüge zu bezichtigen ist absolut inakzeptabel! Was haben sie gegen meinen Beruf? Welchen Beruf üben Sie denn so aus??? Langsam frage ich mich, was für Leute hier eigentlich reinposten...

Zyme on :

"Langsam frage ich mich, was für Leute hier eigentlich reinposten..." Echt unglaublich, da haben Leute tatsächlich eine andere Ansicht. Abschaffen sollte man sowas, nicht wahr?

Fuchur on :

Na, wahrscheinlich spielt Marco auf die armen Holocaustleugner an, die wirklich nicht schreiben dürfen, was sie wollen *schluchz*. Im Ernst: Ignorier den Troll einfach... Schade, dass solche Leute immer wieder auftauchen.

Marco on :

... und auf die Journalisten, die wegen "Geheimnisverrat" polizeilich verfolgt werden, auf die Zeitungen, die von staatlichen Messen verdrängt werden. Ach, da gibt's so einiges ... Aber lieber Fuchur, das scheint Ihnen noch nicht zu reichen. Darf's noch ein bisschen repressiver sein. Nord-Korea hat damit gute Erfahrungen gemacht, habe ih gehört.

Marco on :

Sie schrieben, um dies zu wiederholen: //Aber jeder darf ja bekanntlich schreiben worüber er will… ;-)// Diese Aussage, ohne die durch Sie erst nachträglich erfolgte Einschränkung, die da lautet: //vorausgesetzt ich bewege mich im Rahmen der geltenden Rechtsordnung// Würde durch jedes Gericht als falsche Tatsachenbehauptung, landläufig auch als "Lüge" bekannt, gewertet werden. //(falls Sie das meinten, ist dies wirklich geradezu billig!)// Hmm,ich weiß nicht. Wann ist es denn nicht mehr billig? Wenn mir verboten wird zu sagen, dass die Menschen nicht gleich sind? Wenn mir verboten wird zu sagen, dass ich diesen oder jenen Menschen nicht mag? Oder wenn mir verboten wird zu sagen, dass Marktwirtschaft besser funktioniert als Staatswirtschaft? Wann? Wann nur? Ab wann ist die generelle Anmaßung von Menschen darüber zu entscheiden, wann und was andere Menschen aussprechen dürfen und was nicht, nicht mehr billig? Sagen Sie es mir? Da ich annehme, dass Sie zur Horde gehören, unterstelle ich Ihnen, dass dies erst dann der Fall sein wird, wenn es Sie selbst betrifft. Das wäre in der Tat weniger billig als armselig. Freiheit - insbesondere die Meinungsfreiheit als eines der vornehmsten Menschenrehte - hat für alle und jeden gleichermaßen zu gelten. //Was haben sie gegen meinen Beruf? Welchen Beruf üben Sie denn so aus???// Nicht nur einen jedenfalls. Und nicht so einen. Und keinen, bei dem man für Nichtleistung trotzdem gut vom staatlich zwangseingezogenen und umverteilten Geld anderer Leute leben kann. Ich möchte Sie mal in der freien Marktwirtschaft sehen ... //Langsam frage ich mich, was für Leute hier eigentlich reinposten...// Unglaublich und abartig, ich weiß, aber tatsächlich der eine oder andere mit einer abweichenden Meinung ... *SCHOCK!*

Zyme on :

Mit Pat bekommt der Begriff des Oberlehrers eine ganz neue Aktualität. Dumm nur, dass der Großteil unserer Bevölkerung nicht mehr in der Schule ist, und sich den Vorgaben unseres Didaktissimus hier nicht mehr beugen muss :D

Fuchur on :

Zyme, wenn du nichts anderes zu bieten hast als dämliche Beleidigungen, dann halt einfach die Klappe.

Zyme on :

Beleidigen wollte ich niemanden. Nur irgenwann reisst einem eben mal die Hutschnur. Wenn jemand so ordentlich austeilen kann, muss er auch einstecken können. So einfach ist das. Im Übrigen habe ich mich zurückhaltend ausgedrückt. Ganz im Gegensatz zum Oberlehrer - und Dir.

Fuchur on :

Ich hab nichts gegen scharfe Diskussionen, und ich gebe gern zu, dass ich da leider auch hin und wieder über die Stränge schlage. Aber der Oberlehrer-Schmarrn von vorhin ist einfach nur ein persönlicher Angriff ohne Sinn und Zweck. Das ist Kindergartenniveau.

Zyme on :

Der Spott ist nunmal die Versuchung, der ich manchmal nicht widerstehen kann :)

Pat on :

@ Fuchur: Danke! @ Zyme & Marco: LOL!!!

Marco on :

"@ Zyme & Marco: LOL!!!" Ziemlich armselig. Ist vollkommen klar, dass wir bei "PISA" so abstürzen mussten. Der Markt würde das zum positiven Regeln und Leute wie Sie arbeitslos machen, damit innovative Qualitätslehrer an Ihre Stelle treten könnten. Seien Sie froh über den Sozialismus in der BRD, denn Sie profitieren davon - auf Kosten Millionen Deutscher und der Zukunft von unschuldigen Kindern. Schande über Sie, Schande!

Zyme on :

Jetzt überfordere den armen Pat mal nicht - ich bin mich sicher, er gibt bereits sein Bestes :D

Zyme on :

Oh mei, jetzt gehts schon bergab mit meiner Aufmerksamkeit. gemeint war natürlich "ich bin mir sicher"

Fuchur on :

[i]Der Markt würde das zum positiven Regeln[/i] Ja, erzähl uns bitte mehr von PISA...

Joerg - Atlantic Review on :

Bitte nicht mehr so persönlich werden, sondern lieber das Thema dieses Blogartikels diskutieren. Danke!

ADMIN on :

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Adrianne on :

Thanks for this information. Bill sent me your way. I have cross posted this on the Black Women in Europe blog: http://www.atlanticreview.org/archives/797-German-Schools-and-Universities-Dont-Teach-Black-History.html Take care, Adrianne

hannibal on :

deutschland - wohl einer der schwierigsten flecken auf der welt für schwarze,also kein wunder dass man hier nicht viel über schwarze weiß,natürlich abgesehen von den negativen aktuellen berichte über schwarze aus übersee. ich habe gehört dass in deutschland bücher von deutschen rassisten über schwarze geschrieben gibt, die für die öffentlichkeit nicht zugänglich sind, da extrem rassistisch,menschenverachtend und virulent. nur forscher sollen da zugang haben und die sollen nur die bücher lesen dürfen und keine notizen oder gar kopie in welcher form auch immer machen dürfen. erstaunlich wie deutsche SO schwarze hassen können,wo sie doch so gut wie nicht mir schwarzen zu tun hatten. und heute noch haben die meisten schwarzen keine ahnung von diesen "legendären" schwarzenhass der deutschen. der initiator dieses threads versucht dies zu ändern.

Allie Boy on :

der kaiser dem du in deinem komischen pamphlet nennst kam aus libyen und war kein schwarzer du schwachkopf. desweiter ist schwarze geschichte unwichtig für deutschen unterricht weil es keine nennenswerte minderheit gibt.

allie boy on :

Dieser schwarze professor kann doch nicht nur aufgrund seiner hautfarbe total bekannt und wichtig werden. Wäre dieser vergleichbar mit nietzsche dann würde man diesen mann wohl kennen. Nur weil er professor war brauchst du keinen schwarzen goethe und eine verschwöhrung um diesen herum zu konstruieren. Ps. Zur provinz africa gehörten wohl auch karthago und ägypten, deiner ansicht nach waren hannibal und kleopatra auch schwarze. Wieso verbreitest du so einen quatsch im netz?

Hannibal on :

Kleopatra war natürlich schwarz, wie alle alten ägypter schwarz waren. Die Zeiten wo weiße afrikanische geschichte verfälschen konnten sind gott sei dank vorbei. Heutzutage traut kein ernst zu nehmender schwarze weiße wenn es um afrikanische geschichte geht. der ruf weißer intellektuelle ist für immer zerstört,sie sind als lügner,betrüger,afrikahasser,usw. gebrandtmarkt.

Hannibal on :

http://www.nbufront.org/html/FRONTalView/ArticlesPapers/Hotep_DecolonizingAfricanMind.html " Typology of European Colonialism: 1645 BCE to Present Around 3,000 BCE, Aryans (later known as Caucasians) began to settle in the region of Asia known to the modern world as Europe. Over the past 2,000 years, their descendants (today’s Europeans) have practiced consistently and have now perfected three basic types of colonialism. They are: territorial, intellectual, and mental. This section will cursorily address them all. Perhaps the dominant feature of world history these past five centuries has been the “rise” to world dominance of the Caucasian peoples of western Europe, North America and Australia. In spite of their current “lofty” station, today’s undisputed “lords and masters” of the earth are from very humble origins. They first entered the pages of history as barbaric, nomadic tribes whose sole talent was warfare. Their only early accomplishment of note was the destruction of the Dravidian civilization of ancient India. Later their descendants plundered, pillaged and finally sacked the Roman Empire. Possessed by demonic forces (Brown, 1998; Ickes, 2001; Mutwa, 2001), the Anglo-Saxons, Gauls and Teutons of England, France and Germany over the past five centuries developed the weaponry and logistics, the justifications and rationales and the strategies and tactics to conquer and colonize the land, knowledge and minds of the indigenous peoples of Africa, Asia, America, Australia and the Pacific. In the 20th century, to decide who would exploit this vast multitude, Europeans fought two devastating world wars – 1914-1918 and 1939-1945 – that squandered millions of their lives nearly destroying their civilization. When we focus our attention on Africa, historian Chancellor Williams (1974) tells us that the first Aryans to colonize African territory were the Hyksos (Hebrews) who invaded Kemet (Egypt) in 1645 BCE long after the pyramids were built. Over the centuries, other Aryan/European invaders followed. The Assyrians, Persians, Greeks, Romans, Arabs, Portuguese, Spanish, British, French, Dutch, Germans and Italians all came to Africa as conquerors and colonizers with only one intent: to plunder African people of their wealth. The European “scramble” to colonize Africa did not reach its zenith, however, until 1884-85 when German Chancellor Otto Von Bismarck (1815-1898) organized the Berlin Conference. Attended by the French, British, Dutch, Germans and Portuguese, who over the course of several meetings, debated and then formulated the ground rules for conquering and colonizing the whole of Africa. These five, small European states “planned their work and worked their plan” so effectively that by 1915, all of Africa, save Ethiopia was a European colony. In addition to colonizing African land, Europeans also colonized African knowledge not just to claim it as their own, but also to disconnect Africans from their heritage and culture. Why? Because people who are cut off from their heritage and culture are more easily manipulated and controlled than people who are not. Adisa Ajamu (1997) calls this “intellectual colonialism.” Beginning with the Hyksos Invasion, the Assyrians, Persians, Greeks and Romans each during their period of African occupancy seized control of Kemet’s temple-schools and captured her priest-teachers. Then they plundered her libraries and archives and “borrowed” African philosophical and religious ideas, practices, beliefs and customs, which they later claimed as their own. The Hebrews, for example, during their stay in Kemet adopted Kemetic names like Moses, customs like circumcision, and beliefs like monotheism. Plato (427-347 BCE), the “father” of western philosophy and tutor of the military leader Europeans call Alexander the Great, was a regular visitor at the great library at Rhakotis, later called Alexandria, from where he “borrowed” numerous books. And Herodotus (484-425 BCE), the father of European history, who actually traveled to Kemet, wrote that the Greek (and later the Roman) upper-classes sent their children to Kemet for higher education and “borrowed” many of their religious ideas from this African nation. "

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